robert wagnerTimmendorfer Strand - Es sind viele weitere Tage mit der Corona-Problematik vergangen und das Krisenmanagement der Gemeinde läuft. Jeden Tag erreichen uns neue Anweisungen und Regeln, um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Zuerst waren viele von Ihnen überrascht und nun sind wir, liebe Bürgerinnen und Bürger, betroffen und einige fühlen sich manchmal sogar machtlos. Mitmenschen unterschiedlicher Altersgruppen gehören zur Risikogruppe und sind besonders gefährdet.

Überwiegend haben wir in den letzten Jahrzehnten friedlich und gut zusammengelebt. Oftmals fühlten wir uns überlegen und glaubten, alles in unserem Leben kaufen oder kontrollieren zu können. Ebenso waren Gesundheit und Freiheit für viele von uns ein selbstverständliches Gut. Nun macht uns die Corona-Krise ganz schmerzhaft deutlich, dass das eben Geschriebene nicht selbstverständlich ist, sondern ein Geschenk. Die Straßen sind ruhiger und oftmals leergefegt, die meisten Geschäfte haben geschlossen und lieb gewonnene Freunde haben ihre Arbeitsstelle verloren oder wurden in Kurzarbeit geschickt. Die alltäglichen Dinge und Gewohnheiten, wie der Kaffeeklatsch, das Feierabendbier oder das gemeinsame Fußballschauen gehören vorübergehend der Vergangenheit an.
Es sind von der Bundesregierung Regeln erlassen worden und Anweisungen und Verfügungen der Länder und Kreise, um unsere Gesundheit und unser Leben zu schützen. Gerade die älteren Menschen unter uns und chronisch Kranke sollen so in erster Linie geschützt werden. Wir alle leben in einer Solidargemeinschaft und deshalb trägt jeder von uns, indem er die Regeln befolgt, dazu bei, dass wir uns gegenseitig vor Ansteckungen und der Verbreitung des Virus schützen.

Diese außergewöhnliche Lebenssituation macht vielen Menschen Angst und erzeugt Unbehagen. Existenzen und Unternehmen werden durch diese Weltwirtschaftskrise geschwächt oder sogar zur Geschäftsaufgabe gezwungen. Liebgewonnene Aktivitäten, Dinge und Gewohnheiten können nicht mehr ausgeübt und gelebt werden. Vereine, Verbände etc. sind in ihrer Tätigkeit begrenzt.
Arbeitnehmer, Angestellte und Beschäftigte in allen Bereichen bangen um ihre Arbeitsplätze oder sind bereits arbeitslos geworden. Ich bin in Gedanken bei den Betroffenen.

Die Tourismusbranche hat große Verluste zu verzeichnen und wird vorerst geschwächt bleiben.

Liebe Bürgerinnen und Bürger, Sie dürfen mir glauben, dass ich mit aller Kraft versuchen werde, die Gemeinde Timmendorfer Strand gut aus dieser Krise zu führen. Ich bin guter Dinge, dass unsere Gesellschaft gestärkt aus dieser Krise hervorgeht. Auch wenn alles um uns herum stiller und etwas trauriger geworden ist, so liegt vielleicht eine Chance für uns Menschen darin. Familie, Freundschaft und Nachbarschaft rücken nun wieder in den Vordergrund. Das höher, schneller und weiter der
letzten Jahre, in Kombination mit der rasant voranschreitenden Digitalisierung führte oftmals zu einer Entfremdung und Verrohung der Gesellschaft und unserer Solidargemeinschaft. Vielleicht gehen wir nach der Krise wieder mit etwas mehr Demut und Dankbarkeit durch unser Leben.

Sicherlich wissen wir vieles danach wieder mehr zu schätzen als vor Krisenbeginn. Ich bedanke mich ausdrücklich bei den vielen Menschen beispielsweise in den Arztpraxen, Krankenhäusern, Pflegediensten, Altersheimen, Lebensmittelmärkten, dem öffentlichen Dienst und in der freien und privaten Wirtschaft, welche Tag für Tag für uns alle da sind.

Danke, dass es Sie gibt – Sie leisten einen großartigen Dienst.

Mein besonderer Dank gilt auch unseren vier Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde, welche sich in Eigenregie umorganisiert haben und die Einsatzbereitschaft durch Gruppenbildung im Schichtdienst sicherstellen und somit unsere Sicherheit im Ort garantieren.

Mit großer Dankbarkeit beobachte ich, wie die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Timmendorfer Strand die Regeln einhalten und Anordnungen sowie Anweisungen befolgen. Jeder von uns leistet seinen Beitrag, auch wenn dieser mit Verzicht und Entbehrung verbunden ist. Das erklärte und oberste Ziel ist die Ansteckungsgefahr und Verbreitung des Virus einzudämmen!

Das ist gelebte Solidarität, das ist Verantwortungsbewusstsein und gelebtes Miteinander.

Als Ihr Bürgermeister weiß ich um die emotionale, soziale und wirtschaftliche Belastung. Gemeinsam werden wir es schaffen, die Gemeinde Timmendorfer Strand aus dieser belastenden und fordernden Situation herauszuführen. Wir schaffen das und werden diesen wunderbaren Küstenort wieder nach vorne bringen. Ganz wichtig ist, damit dies gelingt, dass wir keinen Mitbürger vergessen!

Allen Belastungen und Herausforderungen müssen wir mit einem geschickten Selbstmanagement im persönlichen Lebensbereich entgegentreten. Durch fachmännisches, versiertes, politisches und verwaltungsseitiges Handeln wird uns das Gelingen. Darüber hinaus werden wir es mit Ausdauer, Mut, Menschlichkeit und Zusammenhalt schaffen.

Bleiben Sie gesund und solidarisch.

Herzlichst

Ihr Robert Wagner
Bürgermeister

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Letzte Kommentare

  • Schlammschlacht gegen Robert Wagner

    • ChristianeJelatzka 02.05.2018 16:29
      Dass die „One Man Show Partei“ sich vehement für Herrn Wagner ins Zeug legt ist nicht verwunderlich ...

      Weiterlesen...

       
    • Jörn Eckert 27.04.2018 13:08
      Varus Varus! :D

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    • Christian Jaletzke 27.04.2018 09:40
      Das Schlimmste für Frau Kara wäre eindeutig das Beste für Timmendorfer Strand. Bleibt zu hoffen, dass ...

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